Von Boom bis Z: Zwei Bremer Poetry Slammerinnen im Gespräch

Shownotes

**Links auf einen Blick: ** https://annika-blanke.de/

https://www.instagram.com/eva.matz/ https://www.slam-bremen.de/ // 13.02.2025 Jeden zweiten Donnerstag im Monat ab 20.00 Uhr

Fem Slam, moderiert von Annika Blanke: https://www.pumpwerk.de/programm/veranstaltungen/details-event/fem-slam-2025 27.02.2025, Wilhelmshaven 20.00-23.00Uhr

Slammer Filet Bremen: https://www.slammer-filet.de/ 20.02.2025 Polit Slam Zollkantine

https://www.shakespeare-company.com/programm/blankes-entsetzen 14.2.2025 Bremer Shakespeare Company Bremen, ab 19.30 Uhr

https://andreagibson.org/

U20 slam Bremen Spruchreif https://www.theaterbremen.de/de_DE/programm/u20-poetry-slam-spruchreif.1358341 25.02.2025 18.00 bis 20.00 Uhr Junges.Theater Bremen

Von Boom bis Z wird herausgegeben vom Verein Frauen lernen gemeinsam e.V und den frauenseiten Bremen. Konzept und Redaktion: frauenseiten Bremen mit besonderem Dank an Paula, Renee, Lilli, Lingh, Laura, Hannah, Jule, Salam, Sofie, Luisa, Andrea, Nina, Irene, Mara und Janna Redaktion Aktuelle Folge: Renate Strümpel Blogtext: Swantje K. Musik: Imke Bolz Artwork: Luise Hahn mit besonderem Dank an Pia Brand Social Media: die frauenseiten Social Media Unit Schnitt: Laura Stache Produktion:Renate Strümpel Mastering. Janna Fischer.

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00:00:01: Renate Strümpel Von WOM bis Z. Der Generation Podcast der Frauenseiten Bremen.

00:00:08: Eva Matz Und das ist bis heute mein schlimmster Auftritt gewesen.

00:00:11: Renate Strümpel Hat so eine kuriose Bühne noch. Außer die Buböner.

00:00:15: Annika Blanke Im besten Falle ist das einfach ein Abend, der so viele Sichtweisen zulässt, die nebeneinander existieren können, dass es einfach eine Achterbahnfahrt der Emotionen ist. Zu einem Thema.

00:00:27: Eva Matz Ich habe mal eine eins und eine zehn für den gleichen Text bekommen. An einem Abend.

00:00:32: Renate Strümpel Herzlich willkommen beim feministischen Generationenpodcast von Women besteht der Frauenseiten Bremen und diese Folge widmet sich dem Spoken Word. Wenn man es mal so neudeutsch sagen wollte. Ich sehe ein Nicken auf beiden Seiten. Und tatsächlich ist diese Folge auch sehr terminrelevant, weil sie kurz vor einem wichtigen Auftritt auch veröffentlicht wird. Ich habe zu Gast Annika Blanke Hallo, Hallo und Eva.

00:01:04: Sprecher 4 Mattes.

00:01:04: Renate Strümpel Moin Moin und ihr habt bestimmt mehrere Sachen gemeinsam. Hm, aber das Überthema heute ist Poetry Slam.

00:01:13: Sprecher 4 Ja.

00:01:13: Renate Strümpel Kann man so sagen. Im Wandel der Zeiten.

00:01:18: Annika Blanke Und es ist ja noch gar nicht so alt, muss man sagen. Deswegen ist das ganz spannend.

00:01:23: Renate Strümpel Wie alt denn?

00:01:24: Annika Blanke Also der urbane Mythos sagt das magister Alice mit ungefähr 1986 angefangen hat, in The Green Milchkaffee in Chicago Poetry Slams zu veranstalten.

00:01:34: Eva Matz Und Deutschland 93.

00:01:36: Annika Blanke Anfang der 90er haben sie die Amerikaner nach Deutschland gebracht, zuerst nach Berlin.

00:01:42: Sprecher 4 Weil Vogel Camp.

00:01:43: Annika Blanke Ja, und dann zügig auch nach Bremen. Ja, Bremen ist, glaube ich, seit 1994 mit dem zweitältesten. Poetry Slam war der Slam.

00:01:51: Eva Matz Bremen ist 30 Jahre alt geworden. Letztes Jahr.

00:01:53: Renate Strümpel Oh Gott.

00:01:54: Sprecher 4 Ja.

00:01:55: Eva Matz Großes Jubiläum, gefeiert im Theater Bremen.

00:01:57: Renate Strümpel Ich komme gar nicht hinterher, weil ich, wollte ich sagen so Ja, Mensch, der Ironkohorten ist gefallen. Und ein paar Jahre später keine Frau.

00:02:07: Sprecher 4 Friesland.

00:02:09: Renate Strümpel Man konnte endlich sich noch mal angesprochen, überall in Deutschland auch äußern. Öffentlich. Aber es passt ja gar nicht so ganz.

00:02:18: Sprecher 4 Tja, ja.

00:02:20: Annika Blanke Aber es hat sich viel getan, auch in den letzten 30 Jahren. Insofern auch auf vielerlei Ebenen im Spoken Word. Also es ist ja nicht nur Poetry Slam, also nicht nur der Wettbewerb, sondern auch einfach ja, wie du schon sagst, sich auf eine Bühne stellen und seine Meinung äußern und Leute mit auf eine wie auch immer geartete fiktionale, fiktionale oder auch nicht fiktionale Reise zu nehmen.

00:02:43: Annika Blanke Für circa sechs sieben Minuten. Und da hat sich viel getan in den letzten Jahrzehnten.

00:02:49: Renate Strümpel Annika, erklär doch noch mal, was du eigentlich machst.

00:02:51: Sprecher 4 Und wie.

00:02:53: Renate Strümpel Lange machst du das schon? Du machst das jetzt ja schon ne Weile.

00:02:55: Annika Blanke Genau. Ich mache. Ich mache was mit Worten. Seit vielen Jahren das erste Mal auf einer wirklichen Poetry Slam Bühne, also in einem literarischen Dichterwettstreit. Befunden habe ich mich, da war ich 14, und das ist jetzt bitte nicht erschrecken, 1998 gewesen, auf einem Literaturfestival in Ostfriesland. Ich komme gebürtig aus Ostfriesland und da habe ich dann teilgenommen, ohne wirklich zu wissen, was es mit diesem Wettbewerb auf sich hatte.

00:03:20: Annika Blanke Ich hatte lediglich Texte, die ich selber geschrieben hatte in meiner Schublade und die wollten da einmal raus. Und dann bin ich irgendwie am Ball geblieben. Und über die Jahre hat sich sowohl die Wettbewerbsteilnahme verlängert als auch. Ja, alles was, was so drumherum ist. Also ich nehme an Poetry Slams teil, mach aber auch Kabarett 98.

00:03:44: Eva Matz Das heißt macht das jetzt 27 Jahre?

00:03:46: Sprecher 4 Ja, danke, dass du noch mal so natürlich ein bisschen unfassbar krass das ist.

00:03:50: Annika Blanke Ja, so ist das Und das Coole aber ist man da wird Eva mir hoffentlich zustimmen. Man lernt, je öfter man Poetry Slam Teilnahme hat. Ja, man lernt einfach. Erstens Es geht eigentlich gar nicht um den Wettbewerb. Wir sagen mal The point of the Point, the point ist Poetry. Und zum anderen lernt man auch unglaublich unfassbare andere Künstlerinnen kennen und die Vielfalt der Literatur und das ist eigentlich so eine, so eine Win win Situation.

00:04:19: Annika Blanke Also ich stehe gern auf Bühne, um auf der Bühne zu stehen, aber auch, um vom Bühnenrand aus anderen zuzugucken.

00:04:25: Renate Strümpel Eva Mann, was du mit zum Ersten Mal auf der Bühne mit dem Auftrag Poetry Slam.

00:04:30: Eva Matz Ich musste mir das gerade aufschreiben, weil ich also seit elf Jahren stehe ich immerhin auch schon auf der Bühne. Also 2014 habe ich angefangen. Ja, und auch in der Zeit hat sich vieles verändert. Aber ich habe gerade nur über die Sachen, die du gesagt hast, bei Klar sagt man The point of the point gleichzeitig. Wenn du wenig Punkte hast oder unerfolgreich bist, dann wirst du auch weniger eingeladen von anderen Leuten.

00:04:55: Annika Blanke Oder du limitierst dich selber. Also ich erinnere mich noch an einen meiner ersten Auftritte danach. Also funfact nach diesem Auftritt 998 habe ich auch ein paar Jahre nicht auf der Bühne gestanden. War ja poetry slamtechnisch. Dann habe ich aber das große Glück gehabt, in Osnabrück zu studieren, wo es schon einen etablierten Poetry Slam gab in der Lagerhalle. Und da weiß ich noch, dass ich da hingegangen bin.

00:05:18: Annika Blanke Und ich hatte eine offene Liste damals noch gibt es ja heute auch immer weniger. Und dann war ich extra früh da, hab mich auf die Liste eintragen lassen und war dann im Wettbewerb. Ich war irgendwie anderthalb Stunden vor Einlass oder so da, habe geklopft, habe mich auf diese Liste setzen lassen, habe aber nicht gecheckt, dass es dann unglaublich voll wird, weil es war Winter, es war kalt und da war schön möglich.

00:05:38: Annika Blanke Und dann? Dann musste ich. Ja, durfte ich Ja. Und dann passierte was, was danach immer wieder passiert ist. Ich war. Ich war nicht richtig schlecht. Ich war auch nicht richtig super. Aber ich war irgendwo so dazwischen und Leute haben gesagt, das war ja ganz, ganz gut. Und dann fängt man an, ein Selbstbewusstsein zu entwickeln, zu gucken, wie machen andere das?

00:05:59: Annika Blanke Wie sieht das mit Anmoderation aus? Ich fand Anmoderation am Anfang ganz, ganz furchtbar und man entwickelt ein Gefühl dafür. Aber wenn mir jetzt ganz am Anfang jemand gesagt hätte, das war ja wohl richtig blöd, oder genau die in Anführungszeichen falschen Leute in die Jury gewählt worden wären und ich hätte von zehn möglichen Punkten überall eine zwei gezeigt bekommen, dann hätte sich das bei mir, glaube ich auch schnell erledigt.

00:06:19: Eva Matz Ja, sollen wir eigentlich irgendetwas einführen, das zu Poetry Slam sagen?

00:06:22: Renate Strümpel Ja, würde ich schon sagen, aber das. Mir fällt das nämlich auch gerade auch. Mir fallen ganz viele Fragen ein. Dazu. Ja, du hast die Texte geschrieben. Würdet ihr nicht sagen, es gibt da eine besondere Textart auch dafür, zum Beispiel wie man anfängt. Dann wieso gibt es da so, Warum gibt es lauter Solis? Das klingt ja alles wie einen geheimen Wissenschaft und dann klingt es für mich so, ja?

00:06:46: Renate Strümpel Na ja, es hat ein Mann erfunden, Man steht auf der Bühne und es gibt Redezeit. Und wie ist denn da eigentlich so die Verteilung an Personen, die da sind? Was haben die so für Hintergründe? Sind das?

00:07:00: Sprecher 4 Ja.

00:07:01: Eva Matz Mit welcher Frage fangen wir an?

00:07:03: Annika Blanke Was ist?

00:07:04: Renate Strümpel Ja, fang noch mal mit dem. Was ist es eigentlich an? Weil ich glaube, es gibt alle sagen Ja, ich weiß es eigentlich, aber ich trau mich nicht zu fragen.

00:07:12: Sprecher 4 Wie es eigentlich wirklich ist.

00:07:13: Eva Matz Nicht so zu Neudeutsch, wie du es vorhin so schön gesagt hast. Heißt es eigentlich Dichter in Schlacht, also übersetzt Im Prinzip also es ist ein Wettbewerb, bei dem sich Menschen mit selbstgeschriebenen Texten auf die Bühne stellen und aneinander messen im sportlichen Sinne irgendwie. Also das ist. Ich hatte heute Morgen Workshop zum Thema Poetry Slam und der hatte das Thema Demokratie.

00:07:38: Eva Matz Und eigentlich ist es sehr demokratisch, dass das Format, weil im besten Falle das ganze Publikum mit entscheidet. Wenn sie an diesem Abend irgendwie am besten fanden, also eine Demokratisierung von einem Literaturformat irgendwie und so ein Gegenstück zur Wasserglas Lesung, weil ja Text Textform sind nicht vorgeschrieben, ist es nur vorgeschrieben, dass selbst geschrieben sein musst Du darfst nicht kostümiert sein, du darfst keine Requisiten mitnehmen und es gibt halt dieses Zeitlimit.

00:08:03: Eva Matz Richtig. Was ein bisschen variabel ist, aber so ungefähr um sechs sieben.

00:08:06: Annika Blanke Minuten, genau in diesen sechs, sieben Minuten gilt es eigentlich, das Publikum von dir zu überzeugen. Und da kommt es darauf an Erstens was es überzeugen. Du kannst mit einem ernsten Text genauso überzeugen wie mit einem lustigen. Aber du hast gerade gefragt nach der Art der Performance bzw Textinhalt. Du möchtest natürlich innerhalb von diesen fünf sechs Minuten die bestmögliche Reaktion eines Publikums bekommen.

00:08:33: Annika Blanke Das heißt, wenn dein Text inhaltlich zu verschachtelt ist und man ihm nicht gut folgen kann, dann hast du nicht mehr diese unmittelbare Wucht der Reaktion eines Publikums. Das heißt im besten Falle, ich sage immer. Ein Poetry Slam Poetry Slam kann der Text nicht angehalten werden. Es kann jemand aus dem Publikum sagen Tschuldigung, das verstehe ich grad nicht. Könnt ihr das noch mal erklären?

00:08:53: Annika Blanke Oder können Sie letzten Satz noch mal wiederholen? Sondern es ist die Unmittelbarkeit. Und die beeinflusst natürlich irgendwie auch die Art teilweise, wie du schreibst. Du möchtest in dem Moment ja irgendwie verstanden werden oder das, was du schreibst, möchtest du mit einem Effekt belegen, zum Beispiel Du möchtest die Leute vielleicht erst verwirren, aber es dann auflösen oder so? Du möchtest die Leute zumindest nicht mit einem Fragezeichen hinterlassen.

00:09:18: Eva Matz Manchmal ganz in die Augen sehen, wenn du mal was hinaus willst, nicht? Ja, und du schreibst ja für die Bühne. Also es ist ja noch mal was anderes, ob ich jetzt ein Gedicht für ein Buch schreibe oder eine Kurzgeschichte oder eben für die für die Bühne schreibe.

00:09:33: Renate Strümpel Und muss nicht das auswendig können.

00:09:35: Eva Matz Nein, nein, es muss niemand. Also ich glaube, das erwarten manche Menschen. Das gibt es auch bei Veranstaltungen, dass dann im Publikum so ganz klar ist, die Leute, die auswendig vortragen, die werden auf jeden Fall viel besser bewertet. Aber ich finde.

00:09:46: Sprecher 4 Besser.

00:09:48: Eva Matz Gut vorgelesen. Und manchmal passt es ja auch viel besser. Wir wissen einen ganzen Prosatext Auswendig lernen ist viel schwerer als ein Gedicht.

00:09:54: Sprecher 4 Oder.

00:09:54: Eva Matz So.

00:09:55: Annika Blanke Muss immer zum Text passen. Ja, deswegen finde ich am Slam Bremen zum Beispiel gut. Es wird ja auch bewertet, hat Eva gerade schon gesagt. Und oft passiert das mit Wertungskarten, manchmal im Idealfall auch ganz basisdemokratisch darf das ganze Publikum entscheiden. Und da ist es so, dass ganz oft der Gesamteindruck bewertet wird von eins Ein Text, der nie hätte geschrieben werden sollen, wird immer augenzwinkernd gesagt, bis zu einem Text 1101 Text in drei Raten willst der beste Text je geschrieben wurde.

00:10:22: Annika Blanke Und dazwischen gliedert sich immer ja 1.2 Punkte, drei Punkte usw Aber dann ist es wirklich so, dass der Slam Bremen das ganz clever macht. Der Slam im Lagerhaus, die geben zweimal Punkte, nämlich einmal für den Inhalt eines Textes und einmal für die sogenannte Performance. Denn auf der Bühne wird ein Text auch irgendwie zum Leben erweckt und das muss zusammenpassen.

00:10:43: Annika Blanke Beides. Und so gibt es dann am Schluss eine Bewertung, die so fair ist, wie eine.

00:10:49: Sprecher 4 Randombewertung halt sein kann.

00:10:52: Annika Blanke Und darauf lassen wir uns ein seit vielen Jahren.

00:10:55: Eva Matz Und die Bewertung ist nie fair. Aber sie stimmt dann halt an dem Abend irgendwie einfach. Und das, was du, Annika, vorhin auch schon gesagt hast mit Offene Liste, Slam und so, der Islam Bremen ist zum Beispiel so ein offener des Islam, das heißt alle können mitmachen. Wir haben eine uralte Website, da kann man sich selbst anmelden. Also man sieht ja wirklich an, dass sie, weil sie nicht 15 Jahre alt ist, glaube ich auch.

00:11:16: Renate Strümpel Manchmal ist das fast vertrauenswürdiger als irgendwas anderes, muss ich sagen.

00:11:22: Eva Matz Ich glaube, man könnte sie für Retro halten, aber sie ist wirklich so alt und da darf sich jeder anmelden. Wir wissen nicht, wer kommt und lassen uns dann überraschen, wer werde auftaucht Und viele Poetry Slams mittlerweile und das passt vielleicht auch zum Wandel der Zeit, sind Einladungs slams. Also wirst irgendwo gesehen oder du fragst auch mal wo an, aber meistens wirst du irgendwie gefragt, ob du kommen kannst und ob wir zusammengestellt.

00:11:46: Eva Matz Und es ist dramaturgischer gedacht, irgendwie. Und der Islam Bremen kann ganz großartig scheitern, aber es darf sich ausprobiert werden und.

00:11:53: Annika Blanke Aber die Betonung liegt auf großartig. Also das ist das Schöne. Und wann immer ich beim Slam Bremen zum Beispiel bin, sei es jetzt in Funktion, Moderation oder eben auch einfach als Teilnehmerin. Es ist wirklich so, dass du Leute hast, wo du denkst, das hätte ich vor ganz.

00:12:09: Sprecher 4 Vielen Jahren sein können.

00:12:11: Annika Blanke Und es kommt immer drauf an, Menschen, die einen Schritt auf die Bühne wagen, erst mal nicht abzuschrecken, zu schauen Du hast was zu sagen. Bitte schön, hier ist eine Bühne, Bitte nutzt diese Freiheit aber auch weise. Also es gibt schon die Regel beim Poetry Slam, wenn jemand was sagt, was nicht mit dem Grundgesetz zu vereinbaren ist, dann ist er auch ganz schnell wieder runter von der Bühne.

00:12:31: Annika Blanke Auch mit Recht. Aber wenn du deine sieben Minuten nutzen möchtest, dann tu das und nimm uns mit auf eine skurrile Reise oder bring uns zum Lachen oder bring uns zum Nachdenken. Oder wir zetteln eine Revolution an, aber mach das bitte nur mit deiner Stimme und deinem Mikro.

00:12:50: Eva Matz Außer beim Slam Bremen, weil da darfst du ja, Aber wir scheißen auf die Regeln.

00:12:54: Annika Blanke Da haben.

00:12:54: Sprecher 4 Wir alle ein bisschen.

00:12:56: Annika Blanke Taucheranzug.

00:12:57: Eva Matz Und im San Diego.

00:12:58: Sprecher 4 Kostüm war neulich jemand damit. So was.

00:13:00: Eva Matz Ein. So ein Satyr. Halb Mensch, halb Ziege. Ach ja? Ja, Oberkörperfrei. Untenrum Fliege. Und das war ganz großartig für mich. Ich weiß nicht, wie das Publikum das fand, aber ich fand es toll. Und mit so einer Riesenrolle.

00:13:13: Sprecher 4 Papierrolle sozusagen. Ich fand's so cool.

00:13:17: Eva Matz Also es gibt nur das Zeitlimit. Eigentlich kann man machen, was man will, und die meisten kommen trotzdem mit. Mit Texten? Ja, und das ist auch sehr schön.

00:13:24: Sprecher 4 Ja.

00:13:25: Renate Strümpel Habt ihr so kreativ Techniken, wie er so oft so Texte kommt? Ich kann ja mal erzählen, dass ich letztens einen Text geschrieben habe, also im Kollektiv so eine Kreativtechnik ausprobiert habe, in der man eine bestimmte Anzahl von Minuten auf ein Kissen schlägt.

00:13:46: Sprecher 4 ZEIT Und danach.

00:13:49: Renate Strümpel Schreibt man runter, was einem.

00:13:50: Sprecher 4 Einfällt?

00:13:51: Renate Strümpel Ja, und das war richtig gut.

00:13:55: Eva Matz Und das ist so zeitlich Limit. Also da hast du dann zehn Minuten und in denen schreibst.

00:13:58: Renate Strümpel Du ja und auch nur so fünf sechs Minuten, in denen du auf das Kissen haust.

00:14:03: Eva Matz Geil finde ich mir.

00:14:04: Sprecher 4 Das passende ist ja, ich muss jetzt nochmal rausfinden.

00:14:08: Renate Strümpel Es gibt so einem Kreativbuch, was die andere Person dabei hatte, wo so Techniken drin sind und ja, das ist richtig spannend geworden.

00:14:16: Eva Matz Das will ich voll gut. Also das mit dem Boxen will ich gerne mal ausprobieren und das der zweite Teil der der der Übung klingt irgendwie wie automatisches Schreiben.

00:14:24: Renate Strümpel Ja, ja, ja oder nein?

00:14:26: Annika Blanke Ja, genau. Kritiker ausschalten und einfach erst mal machen, dass man.

00:14:29: Eva Matz Ja, genau das ist schon die Automatik.

00:14:31: Sprecher 4 Ja, die Franzosen gucken.

00:14:33: Renate Strümpel Früher.

00:14:34: Eva Matz Anders, finde ich zur Ideenfindung genial, weil du dann ja auch manchmal erst merkst, was ist in meinem Kopf los? Richtig.

00:14:39: Annika Blanke Das hilft eigentlich immer, muss ich gestehen. Ich habe zu Hause ein Glas stehen. Ein sehr großes Glas. Mittlerweile. Daneben liegen kleine Papierschnipsel und Stifte, und wenn ich Besuch bekomme, darf mein Besuch mir gerne einen Begriff aufschreiben. Und dann fühl ich durchs Glas. Und sie manchmal so drei Begriffe. Und bei manchen weiß ich auch noch, wann und wo sie entstanden sind.

00:14:59: Annika Blanke Cool. Und wer sie wahrscheinlich geschrieben hat. Und da kann es sein, dass ich aus drei Begriffen einen Text schreibe.

00:15:05: Eva Matz Jetzt will ich die ja mal besuchen. Besuch will immer Begriffe aufschreiben.

00:15:08: Annika Blanke Nach Oldenburg.

00:15:09: Sprecher 4 Kommen.

00:15:09: Eva Matz Ja, ich magister Oldenburg, ich auch. Und ich finde noch eine Sache zur Ideenfindung oder um mit Schreiben zu kommen, ist für mich Bewegung. Also Spazierengehen ist Zugfahren, Fahrradfahren, was auch immer. Aber irgendwas, wo der Kopf sich eigentlich ein bisschen entspannt, alles drumherum in Bewegung ist. Ja, dann läuft.

00:15:28: Renate Strümpel Und schreibst es dann auf oder machst du den Sprachaufnahme oder mit oder wie?

00:15:33: Eva Matz Meistens keine Sprachaufnahme, sondern entweder fasse ich den Gedanken und schreibe ihn danach auf oder ich fang redend an zu schreiben. Also dass ich so vor mich hin spreche und dann das ist eigentlich am schönsten, wenn das klappt, weil dann kannst du es meistens auch schon ein bisschen auswendig.

00:15:48: Annika Blanke Ja, und das hat ja auch damit zu tun, dass du beim Poetry Slam einfach einen gewissen Text, einen gewissen Sound, ganz oft. Oder du musst für dich ausprobieren, über welche Wörter in in Reihenfolge stolperst du? Was ist schwierig zu sagen auf der Bühne. Das unterschätzt man manchmal auch, dass man sich in so einen Knoten reinreden kann, wo man nicht mehr rauskommt und ich finde, es hat viel mit.

00:16:11: Annika Blanke Also auch die Prosa Texte. Spannenderweise Es hat viel mit Rhythmus zu tun und viel mit mit Klangteppich, die du irgendwie entwickelst. Und da bin ich total bei dir. Also ich schreib vielleicht einen Satz, aber dann, dann lese ich ihn einmal laut, um zu hören, wie es klingt.

00:16:29: Eva Matz Ja, das laut laut schreiben bietet sich sehr an!

00:16:33: Renate Strümpel Habt ihr so Themen, die er noch auf Zettel habt über die Jahre mal Slam? Wollt oder habt ihr schon alles was ihr gerne wollt gemacht?

00:16:42: Eva Matz Nee, dafür ist die Welt zu verkorkst. Bin ja ich schreib eigentlich immer. Also weil ich was fühle. Also weil ich wütend bin, weil ich traurig bin, weil ich irgendwas nicht verstehe. Also meistens ist mein Antrieb ja eher halt Wut und dafür bietet die Welt sehr, sehr viel. Jetzt gerade auch wieder so, also mir werden die Themen nicht ausgehen.

00:17:06: Annika Blanke Ja, ich hab das auch immer, man hat so seine Phasen, manchmal hat man ja die Phase, ich habe wahrscheinlich schon alles gehört, aber dann kommt also dann sitzt man wieder irgendwo im Publikum und denkt sich ja nee, ist ja toll und nicht über alles geschrieben. Das entspannt. Und meine Triebfeder ist ganz oft einfach Ich versuche mir die Welt zu erklären und sie mir irgendwie zu ordnen, begreifbar zu machen.

00:17:25: Annika Blanke Und das Schlimmste, was ja dabei in Anführungszeichen rauskommen kann, ist, dass andere Menschen auf der anderen Seite der Bühne sitzen und denken Ja, genauso geht es mir auch. Ich versuch auch, mir irgendwie einen Reim auf diese Welt zu machen. Funktioniert auch nur so semi gut, aber immerhin sind wir dann schon mal zwei und die Erkenntnis reicht mir eigentlich und ich glaube, wir werden uns die Welt nie so richtig erklären können.

00:17:47: Annika Blanke Aber wir können versuchen, sie uns zu erklären und im Idealfall irgendwelche Ansätze einer in Anführungszeichen, Lösung oder Copingstrategie oder wie auch immer da rauszuholen. Wenn das Schlimmste ist, dass dabei ein gutes Gedicht rausgekommen ist, ist das ja schon mal was.

00:18:05: Renate Strümpel Eva hab ich schon gehört und zum Thema auch Wut, Gleichberechtigung usw und das hat schon ziemlich viel Kraft auch im Publikum, wenn man jetzt so einen anderen. Also es gibt ja nicht nur die Slams, sondern einfach andere Veranstaltungen, Empfänge, was auch immer.

00:18:21: Sprecher 4 Und.

00:18:23: Renate Strümpel Dass man da sozusagen auch ein Programmpunkt hat. Und ich glaube, dass es eine unheimlich starke Form auch die Leute noch mal mitzunehmen.

00:18:35: Sprecher 4 Ja.

00:18:35: Eva Matz Ja, ich liebe das Format auch, aber genau das, was du sagst, mit anderen, mit anderen Bühnen und so, das finde ich eigentlich sogar noch viel spannender. Bei Poetry Slam ist oft Preaching, also was sich auch gut anfühlt fürs Ego. Aber es gibt auch andere Orte. Also ich stand mal in Bremen auf dem Marktplatz bei Vielfalt rockt. Da hatte ich gerade erst angefangen.

00:18:57: Sprecher 4 Von sechs.

00:18:59: Eva Matz 1000.

00:18:59: Sprecher 4 Besoffenen Leuten.

00:19:01: Eva Matz Die dann so Sachen gepöbelt haben wie Runter von der Bühne, wir wollen die nächste Band hören, was soll die Scheiße und so und das ist bis heute mein schlimmster Auftritt gewesen. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber.

00:19:11: Annika Blanke Ich habe den, glaube ich, dann fröhlich verdrängt oder ich verwechsle ihn.

00:19:14: Sprecher 4 Gerade. Aber ja.

00:19:15: Eva Matz Ich war auf jeden Fall. Janina war auch da, Janina auch aus dem Bremer Umland. Aber ich kann jetzt auch nicht mehr ganz so viel schocken. Also es war auch gut, diesen denn nicht den Squire vor mir zu haben, der alles abnickt, auch wenn es verdammt hart war.

00:19:30: Sprecher 4 Er hm.

00:19:31: Renate Strümpel Wobei ich immer denke, wenn man jetzt in der eigenen Szene, dann sitzen die ganzen Konkurrentinnen und Konkurrenten vorne und äh, und das kann auch hart sein.

00:19:42: Eva Matz Das ist zum Glück nicht so, also, dass es dieses Konkurrenzdenken hier gibt es vielleicht bei deutschsprachigen Meister Feindschaften oder sowas eher. Also wenn es wirklich um Dinge geht, die auch später was was bedeuten können, aber eigentlich im besten Falle sitzen wir da und freuen uns über die Texte der anderen.

00:19:59: Annika Blanke Wir sitzen alle im selben Boot. Es ist.

00:20:01: Sprecher 4 Ja.

00:20:01: Annika Blanke Quasi nicht völlig.

00:20:03: Sprecher 4 Ergibt nicht.

00:20:03: Annika Blanke So viel Sinn, aber ich finde es halt insofern spannend, dass es bestimmte Themen gibt, die so in Sitzen sind, also die irgendwie gerade sehr aktuell sind. Und es gibt auch Texte, die und das ist vielleicht das Besondere am Poetry Slam Format eine sehr kurze Halbwertszeit haben. Weil wir sehr viel früher würde, hätte man gesagt, popkulturell unterwegs sind. Also du hast sehr tagesaktuelle Referenzen, teilweise in deinen Texten drin, die die, die du wo du weißt, an denen kann ich nicht mehr lesen.

00:20:33: Annika Blanke Der ist ein halbes Jahr alt. Das, das können ganz, ganz, ganz kleine Details sein, können aber auch große Aufhänger sein. Also so Begriffe wie Friedrich Merz oder so sind in letzter Zeit vermehrt in Poetry Slam Texten vorgekommen. Na und? Und irgendwie, das ist anders als vor zwei Jahren zum Beispiel.

00:20:53: Eva Matz Das stimmt. Ich habe gerade einen Teamtext von Simon und mir gedacht, in dem wir, weil wir so einen Forderungskatalog und wir fordern dann irgendwann ist es ein bisschen klamaukig, aber wir fordern die sofortige Absetzung von Christian Lindner. Und dann haben wir das gelesen, so kurz nachdem damals gekündigt wurde, und das war sehr lustig. Dieser Text ist jetzt auch genau.

00:21:14: Eva Matz Und dann haben wir gesagt, weil das so gut geklappt hat, fordern wir jetzt die Absetzung von Friedrich Merz. Ja, aber genau das vielleicht an den könnte, die man nicht so gut versteht, aber für mich auch so ein Diese Texte können altern und.

00:21:29: Sprecher 4 Ja nicht mehr up.

00:21:30: Eva Matz To date sein.

00:21:30: Annika Blanke Und es gibt auch zeitlose Themen. Also leider ist sie nicht mehr unter uns. Aber Marlene Stamm, Johannes, die älteste Poetry Slamerin Deutschlands, mein.

00:21:39: Sprecher 4 Großes Vorbild.

00:21:40: Annika Blanke Hat ja jahrelang Jahrzehnte lang einfach zeitlose Themen wie zum Beispiel Umweltschutz auf die Bühne gebracht und ein Gehör gegeben. Und. Und es gibt Themen, die einfach berechtigterweise auch nie aus der Mode kommen, sondern vielleicht in anderen Gewändern von unterschiedlichen Generationen wieder aufs Tableau gebracht werden.

00:22:00: Renate Strümpel Und das finde ich gut. Erzähl doch mal, was habe ich gerade gedacht. So würden jetzt also wie alt sind denn so die anderen? Also es gibt ja wahrscheinlich kein Alter für ne Frau. Das heißt, würdest du jetzt so sagen? Ja, Jan, sie hätte jetzt einen andere hat ein anderes Thema inhaltlich oder ist das schon so ein bisschen sehr so, äh, ja, von oben herab, dass man sagt ja, die jungen Leute, die sind da, die interessieren sich halt einfach noch nicht so für irgendwas.

00:22:28: Renate Strümpel Das stimmt ja.

00:22:29: Sprecher 4 So.

00:22:30: Annika Blanke Es ist, es ist total spannend. Wenn du mir also das Alter ist von bisschen, das ist das Coole, weil sich theoretisch ja jeder Mensch auf diese Bühne stellen darf, egal wie alt oder jung er ist, mit unterschiedlichsten Lebenserfahrungen, die auch gar nicht mit dem Alter zu tun haben müssen. Aber als Beispiel jetzt ganz konkret Ich moderiere einen Veranstaltungsfirma, das heißt FEM Slam, also viel mehr Slam, wo nur Slammer innen eingeladen sind, wo es in zwei Leserunden natürlich darum geht, eine Siegerin am Schluss zu kriegen.

00:23:00: Annika Blanke Aber es gibt zwei Leserunden. Leserunde eins ist immer zum Thema Frausein in unterschiedlichster Art und Weise. Das Thema ist aber so offen gehalten, dass es da auch allein ganz viele mögliche Spielarten gibt, von lustig über ernst bis hin zu wütend. Und wenn du da verschiedene Generationen auf die Bühne kriegst und du hast jemanden, der vielleicht 161718 ist und du hast dann jemanden, der vielleicht 607080 ist, dann dann hast du halt eine super Bandbreite, weil Emanzipation als Beispiel für jemanden, der jetzt 60 plus ist, ein ganz anderer Prozess war als die Welt, in der sich junge Menschen bewegen.

00:23:45: Annika Blanke Was nicht heißt, dass es vielleicht weniger anstrengend oder anstrengender oder wie auch immer ist. Es ist halt eine andere Sichtweise und das Spannende ist, dass man sieht, bestimmte Problematiken ziehen sich auch einfach durch die Generationen und da müssen wir immer wieder ran. Und wenn man dann wieder junge Leute sieht, die die Ärmel hochkrempeln und sagen so, dann wollen wir mal!

00:24:02: Annika Blanke Ist das eigentlich.

00:24:03: Renate Strümpel Cool? Ja, also manchmal heißt es, das Problem hat einen anderen Namen bekommen, manchmal einfach nur leider. Es ist immer noch da. Aber ja, das ist genau das, was auch hier eine Redaktion immer passiert. Wir auch über 70-jährige haben, die gleichzeitig mit 20-jährigen oder 18-jährigen zusammen.

00:24:23: Sprecher 4 Sind und.

00:24:24: Annika Blanke Und das ganz toll auch auf der Bühne haben. Und gleichzeitig kannst du ein Publikum haben, was sehr altersgemischt ist und im besten Falle ist das einfach ein Abend, der so viele Sichtweisen zulässt, die nebeneinander existieren können, dass es einfach ein eine Achterbahnfahrt der Emotionen ist. Zu einem Thema.

00:24:45: Eva Matz Und ich finde, ich bin relativ viel in der U 20 Arbeit, also unter 20-jährige, die die Poetry Slam machen und ich bin eher ziemlich häufig beeindruckt von. Von diesen Menschen und die bringen mir extrem viel. Auch bei und neue Themen auch bei und. Also beeindrucken in dem Sinne, dass ich denke ja, okay, als ich in dem Alter war, war ich noch nicht so weit über diese Themen und so politisch zu sein und so so ernsthaft über Themen zu sprechen.

00:25:11: Eva Matz Also ja nein ist echt stark. Was was danach wächst und mit was für Themen, die sich auseinandersetzen.

00:25:17: Sprecher 4 Na ja.

00:25:18: Renate Strümpel Da würde ich jetzt ja also einmal noch mal sagen, wenn jetzt jemand zu hören sagt, ich habe mich da noch nicht getraut, wie würdet ihr dann? Was würdet ihr raten?

00:25:28: Eva Matz Der komm.

00:25:28: Sprecher 4 Rum, wir sind, wir sind vorhin.

00:25:32: Renate Strümpel Dabei rumkommen und erst mal vielleicht zuhören, wenn man sich nicht gleich traut, sich einzu.

00:25:36: Annika Blanke Ja tragen. Erst mal schauen, ob es was für dich ist. Ich erinnere mich daran, wenn ich bedenke, wie schüchtern ich am Anfang war. Und man hätte durch eine falsche Herangehensweise sehr viel auch kaputt machen können bei mir. Also so Stichwort Awareness und so, das war ja, das war ja.

00:25:53: Sprecher 4 Alles damals.

00:25:53: Annika Blanke Noch nicht so richtig, das war schon, also es hatte niemand Hemmungen damals zu sagen, mich anzukündigen als Beispiel mit und jetzt die einzige Frau des Abends.

00:26:03: Sprecher 4 Ja, und das.

00:26:04: Eva Matz Kenne ich.

00:26:05: Sprecher 4 Auch. Da.

00:26:06: Annika Blanke Oder du wirst eingeladen, weil du machst doch wahrscheinlich Liebeslyrik, weil du bist doch eine Frau. Also hab ich dich doch eingeladen. So, Und? Und du kannst durch den. Du möchtest ja, dass Leute sich wohlfühlen, die da kommen. Das ist es soll erst mal von von Moderation und Organisation irgendwie Schritt Nummer eins sein. Und wenn das gut funktioniert und du merkst, du hast schon mal im Publikum gesessen, du weißt, wie der Laden da läuft, Du weißt, wer da vielleicht auf die Bühne kommt.

00:26:33: Annika Blanke Da sind vielleicht auch Leute, die sagen es heute mein erstes Mal vor dem Mikrophon, Die werden aber unterstützt. Und dann wird noch ein Extraapplaus eingefordert für das mutig sein und so und die Moderation einfach darauf achtet, dass ein wertschätzender Umgang stattfindet. Die Menschen gehen als Mensch, als Mikrophon und verlassen das Mikrophon auch noch als Mensch. Da wird zum Beispiel nicht gebaut.

00:26:53: Annika Blanke Wenn das alles stimmt, dann trauen sich glaube ich, Menschen auf eine Bühne und dann, ja dann spielen ganz viele Faktoren zusammen. Ob sie es mehrfach tun möchten, finde ich.

00:27:05: Eva Matz Also total. Und besucht Workshops. Also es gibt immer wieder Workshops, also wenn es jetzt in Bremen und umzu es kann man beim Slam, Bremen, beim Slammer vielleicht auf den Seiten schauen, da gibt es immer wieder Angebote. Ich gebe auch relativ viele Workshops. Annika gibt auch Workshops. Genau da gibt es einfach einige Angebote und zum Beispiel eben, ich wiederhole ihn noch mal, denn der ist in Bremen, findet einmal im Monat statt, immer am zweiten Donnerstag.

00:27:33: Eva Matz Gerne zum Zugucken kommen, aber auch gerne einfach mal anmelden und und ausprobieren. Wir sind glaube ich eine sehr, sehr gute Bühne, um anzufangen. Ja, sehr liebes Publikum.

00:27:43: Sprecher 4 Ergänzend.

00:27:44: Eva Matz Wir sind glaube ich im Team auch alle mit relativ nett. Würde ich jetzt einfach mal behaupten. Und ja, genau, es gibt keine dummen Fragen. Komm vorbei, probier's aus.

00:27:55: Annika Blanke Ja und letztendlich muss ja jeder für sich selber entscheiden Ist das was für mich? Fühle ich mich da wohl? Fühle ich mich auch irgendwie verstanden? Bin ich vielleicht doch viel zu nervös vor so Mikrofon, dass ich das vielleicht doch auf eine andere Art und Weise meine Literatur irgendwie an die Menschen bringen möchte, als mich vor ein Mikrofon zu stellen.

00:28:14: Sprecher 4 Aber aus Podcast.

00:28:17: Annika Blanke Probieren geht über studieren, also wirklich ausprobieren.

00:28:20: Eva Matz Und auch da die Nervosität wird besser.

00:28:22: Annika Blanke Also auch da gibt es gibt es Tipps also ja, das kann man auch lernen. Ja, wir sind da ganz zuversichtlich. Und wenn wir, wenn wir gute Menschen im Nachwuchs haben, dann, dann dann stirbt das Format auch nicht aus. Was sehr schön wäre, weil es gibt sie jetzt schon so lange.

00:28:39: Eva Matz Ich glaube, das stirbt auch nicht aus.

00:28:41: Sprecher 4 Und das.

00:28:41: Annika Blanke Glaube ich auch nicht, weil die Menschen immer was zu sagen haben.

00:28:44: Eva Matz Und weil es die einfachste Bühne ist. Also trotzdem es mittlerweile relativ viele Einladungs slams gibt. Und da die Hürde ein bisschen größer ist, ist eigentlich der Weg auf eine Slambühne so einfach. Es fragt niemand nach einem Zertifikat, das fragt niemand nach deinem Lebenslauf. Du kannst dich eigentlich einfach anmelden und das ausprobieren. Und wie geil ist das? Und wie dankbar bin ich dafür, dass ich so viel Bühnenerfahrung da sammeln darf.

00:29:06: Renate Strümpel Irgendwie hat so eine kuriose Bühne noch außer die Bühne Ja.

00:29:11: Eva Matz Mehrere, also vor allem eigentlich in öffentlichen Räumen finde ich immer spannend, weil dann gibt es auch so low Publikum und manchmal pöbelt dann jemand irgendwie in Rotenburg Wümme hat mal weiß ich nicht glaube es war eine Demo, auf der ich einen Text vorgelesen habe und dann brüllte er so von ganz hinten Ja, das kann man ja auch anders sehen.

00:29:29: Eva Matz Und da habe ich gesagt, der stimmt. Und dann war aber weg, als ich fertig war mit dem Text, weil ich dachte, jetzt können wir ja vielleicht auch darüber reden.

00:29:36: Sprecher 4 Und zwar dann.

00:29:37: Eva Matz Und die kuriosesten und krasseste Bühne war jetzt neulich in Ulm. Aber vielleicht ist es nicht so kurios, aber es hat mich umgehauen, weil ich durfte in Ulm auf einer Demo auch einen Text lesen, also eine Demo gegen rechts und haben gedacht Ja, Ulm hat 1220 1000 Einwohner innen, glaube ich. Wie viel kommen da 1000 weiß ich nicht. In einem meiner 10.000 Leute und mir ist das Herz so in die Hose gerutscht.

00:29:59: Eva Matz Ich stand noch nie vor 10.000 da.

00:30:01: Sprecher 4 Krass, der.

00:30:02: Eva Matz Das war für mich auf jeden Fall kurios, weil ich nicht damit gerechnet habe und dann nicht mehr aus der Situation raus konnte. Es gab zwar sehr eine krasse Ehre, da mitreden zu dürfen und gehört zu werden.

00:30:13: Sprecher 4 Schön. Ja.

00:30:15: Renate Strümpel Hast du noch eine Wunschbühne, wo du gerne mal Chicago.

00:30:21: Eva Matz Äh, ganz viele.

00:30:22: Renate Strümpel Hau mal eine raus! So fürs Universum ist, da sich was bewegt. Du kannst auch noch kurz überlegen. Ja, habe ich erst mal Annika.

00:30:31: Sprecher 4 Wo? Annika? Auf dieselbe Frage.

00:30:33: Renate Strümpel Erst mal nach den kuriosen Bühnen. Und außerdem möchte ich endlich wissen, wann wir dich jetzt in deinem Soloprogramm sehen. Das hast du ja auch immer noch nicht erzählt, Habe ich am Anfang so ganz so angedeutet. Aber in Wirklichkeit ist das der Grund, warum wir uns angeschrieben hast und warum wir uns überhaupt kennengelernt haben.

00:30:49: Annika Blanke Irre, oder? Ja, immer diese Self Promotion.

00:30:51: Sprecher 4 Sehr gut, sehr gut. Mehr davon.

00:30:53: Annika Blanke Dann nehme ich den Faden doch gleich auf. Also, liebes Publikum, liebe Menschen, dann Empfangsgerät. Ich trete am Freitag, dem 14 Februar, das ist Valentinstag, schickt aber bitte alle Pärchen, denn ich habe auch Liebestexte dabei und Trennungstexte. Also je nach sehr.

00:31:08: Sprecher 4 Gut und.

00:31:09: Renate Strümpel Auch Trennungstext.

00:31:10: Annika Blanke Ja, also Freitag 14 da Februar 2025 darf ich im Theater am liebsten Schauplatz aka in der Bremer Shakespeare Company mein Solo spielen. Mein Name ist Annika Blanke. Mein Programmheft Blankes Entsetzen. Ich bin Rita Appel, immer noch so dankbar für diese Titel, Inspiration und ja, da spiele ich mein Soloprogramm. Was sich eigentlich mit dem sich ein Reim auf die Welt machen beschäftigt.

00:31:35: Annika Blanke Und das blanke Entsetzen ist um uns herum, im Großen und im Kleinen und genau mit Ja darüber, wie man damit umgehen kann. Und dass das nicht nur ernst sein muss manchmal, sondern auch durchaus sehr lustig sein kann, das verspricht vollmundig mein selbstgeschriebener Pressetext, den ich am 14. noch einhalten werde. Und die skurrilste Bühne, um das noch mal zu sagen Ja, ich durfte mal teil.

00:31:59: Annika Blanke Also wie Eva schon sagt, alles im öffentlichen Raum. Spannend, weil die Menschen nicht Geld bezahlen, sich irgendwo hinzusetzen und dir zuzuhören, sondern du konfrontiert sie, ob sie gerade wollen oder nicht. Und ich durfte Teil sein. Eines Rundgangs durch Oldenburg, wo man mit Hans im Glück im Rahmen von ich glaube Sie niedersächsischen Musiktheater tagen oder so konnten sich Menschen anmelden, sind quasi mit Hans im Glück als also einem Schauspieler verschiedene Stationen abgegangen und an den verschiedenen Stationen waren Künstlerinnen, unter anderem auch ich.

00:32:31: Annika Blanke Das musste geprobt werden und ich durfte einen sehr konsumkritischen Text vor einem Konsumtempel, also vor dem Karstadt und Kaufhof oder so was performen. Das übten wir mitten an einem Samstag in der Shopping Rush Hour mit einem Mikrophon. Also stand ich da. Um mich herum.

00:32:49: Sprecher 4 Nur Menschen mit uhr.

00:32:50: Annika Blanke Und eine ältere Dame kam auf mich zu und die kam immer näher und ich wusste jetzt nicht, was sie wollte. Und in meiner leichten, in meinem leichten Anfall von Narzissmus dachte ich, ich finde das.

00:33:01: Sprecher 4 Gut und will jetzt irgendwas.

00:33:03: Annika Blanke Und da kommt sie immer näher und sagt Schuldigung und ich sage ja und sie sagt Lassen Sie das.

00:33:09: Sprecher 4 Und die Regisseurin stand daneben, sagte.

00:33:11: Annika Blanke Nein, weitermachen, Wir müssen die.

00:33:12: Sprecher 4 Zeit noch. Wie lang bis jetzt? Hier dauert das, wo Sie Das finde ich.

00:33:16: Annika Blanke Wir mussten wissen, wie lange das. Also wie viel Zeit wir haben uns die Zeit fast, bis die dann da.

00:33:21: Renate Strümpel Sind und so können wir das bitte noch mal machen, So.

00:33:23: Sprecher 4 Wo hingehen und sagen Schuldigung.

00:33:25: Renate Strümpel Lassen Sie die.

00:33:26: Sprecher 4 Lassen Sie uns ganz genau wissen, einfach war es mir nicht so, eher und dann muss ich halt weitermachen und der Dame.

00:33:34: Annika Blanke Hat das nicht gefallen. Das tut mir bis heute leid, aber ich habe sie in ihrer Shopping Experience ein bisschen gestört. Dann.

00:33:40: Eva Matz Ach, ich glaube, wenn die so frech so was sagen. Die anderen Branchen, denen ich.

00:33:44: Annika Blanke Jetzt auch nicht freundlich gebeten sind lassen, sie hat mich fast auch angefasst. Das fand ich.

00:33:48: Sprecher 4 Okay.

00:33:49: Annika Blanke Es ist. Ich war wohl schon eine akustische Bedrohung, ein bisschen.

00:33:53: Renate Strümpel Auch ein schöner, schöner, dieses Wort.

00:33:56: Sprecher 4 Akustische Bedrohung. Ja, meist.

00:33:58: Annika Blanke Aber ja. Und sonst?

00:34:01: Renate Strümpel Ich hatte jetzt gedacht, das ist so ein Regieeinfall, weißt du, sagen sie, Ah, das ist eine gute Idee. Wir lassen dann mal immer jemanden kommen, der sagt, dann lassen sie das und dann passiert irgendwie noch was und dann aber doch ja.

00:34:12: Annika Blanke Oder sie haben die absichtlich eingeschleust, um zu sehen, wie stressresistent ich einfach bin im öffentlichen Raum. Das war vielleicht auch ein Test, das weiß ich ja leider nicht. Das könnte auch sein.

00:34:25: Sprecher 4 Dass der vielleicht. Wir werden sich. Das ist schon paar Jahre her. Ist ja gut gegangen. Ja, ich glaube, ich bin noch was ich dann immer.

00:34:31: Annika Blanke Noch Lust Also die konnte mich nicht vergraulen.

00:34:34: Renate Strümpel Du hast kein Hausverbot vor irgendeinem Shoppingtempel bekommen.

00:34:37: Annika Blanke Ne, das ist doch so! Ich erzähle euch nachher mal etwas ganz Spannendes, was das angeht.

00:34:41: Sprecher 4 Aber das haben wir natürlich eingeleitet. Das erfahrt ihr hier nicht. Es ist nicht auf der AUF.

00:34:47: Annika Blanke Genau das muss man vielleicht erzähle ich es am 14.. Man weiß es nicht, aber da.

00:34:51: Sprecher 4 Hat das.

00:34:52: Annika Blanke Etwas, was mit H anfängt und Hausverbot beinhaltet.

00:34:55: Sprecher 4 Und ich habe.

00:34:56: Eva Matz Einmal Hausverbot in Hannover bekommen. Aber das ist ein ganz anderes Thema. Das erzähle ich vielleicht auch.

00:35:01: Renate Strümpel Hatte ich also schon mal.

00:35:02: Sprecher 4 Hausverbot in Ja.

00:35:07: Annika Blanke Wie sind wir da jetzt eigentlich? Ach.

00:35:09: Sprecher 4 Du warst das? Eskalierte schnell die.

00:35:12: Renate Strümpel Kuriose Bühne neben draußen vor. Wurde es noch irgendwas sagen oder wolltest du deine Wunsch? Weiß ich gar nicht. Wolltest du jetzt noch deinen deinen Wunsch Bühne sagen oder sollen wir erst mal ganz in notiert.

00:35:25: Annika Blanke Notiert Eva, teile deine Gedanken.

00:35:27: Eva Matz Ich kann mich nicht entscheiden. Ich habe jetzt ganz viele Sachen aufgeschrieben und wenn ich jetzt noch weiter aufschreiben würde, würde ich noch mehr. Aber ich soll eine sagen.

00:35:33: Renate Strümpel Oder zwei oder drei.

00:35:37: Eva Matz Okay, dann muss ich nur zwei Wegstrecken. Also ich habe schon ewig so im Kopf das ich kann nicht Autofahren, ich habe keinen Führerschein, aber ich würde eigentlich gerne eine fahrende Bühne haben, die ich irgendwo aufbauen kann und das finde ich geil und scheiße.

00:35:54: Renate Strümpel Ich kenne eine fahrende Bühne.

00:35:56: Sprecher 4 Ja, ja.

00:35:57: Eva Matz Kann ich da mal drauf?

00:36:01: Renate Strümpel Ich weiß nicht, lass uns da mal drüber nachdenken.

00:36:03: Eva Matz Das fände ich auf jeden Fall geil.

00:36:05: Renate Strümpel Ja, aber das ist so ein Lastenrad. Bühne ist das so ein so aufklappen kann.

00:36:09: Eva Matz Da waren hier doch gab es doch eine super Satz. Es war doch neulich eine Veranstaltung auch auf einem auf dem Marktplatz. Da waren da war die Frauen und Janina, die sind auf dem Lastenrad aufgetreten. Ja, und es soll ganz cool gewesen sein. Die haben so Texte über Bremen gesprochen.

00:36:27: Sprecher 4 Ja.

00:36:28: Eva Matz Ja, aber ja. Also mein in meinem Kopf ist immer irgendwie so ein so ein Ja, so ein Ecke, nicht ein LKW, aber so Bulli ja oder ein Bulli. Aber irgendwas wo man was aufklappen kann und dann ist es eine Bühne, die das finde ich schön. Ich würde aber auch gerne mal auf Wacken auftreten oder in einem Handballstadion.

00:36:45: Renate Strümpel Oder Warum Handball und nicht Fußball?

00:36:48: Eva Matz Weil ich Fußball ganz langweilig finde. Es leider. Aber der Handball, weil ich neun Jahre Handball gespielt und der beste Sport der Welt. Weil das so Spaß macht und so viele Tore fallen. Und das finde ich super cool, Weil ich werde nie wieder in einem Stadion selbst spielen. Also ich Ja, aber. Oder ich habe auch noch nie. Also in der Liga habe ich nie gespielt.

00:37:10: Eva Matz Aber genau irgendwie noch mal in Handballstadion zu kommen geil. Oder halt mehr mehr Straßenpoesie. Und eigentlich will ich auch viel mehr international machen. Ich dürfte also in Großbritannien.

00:37:24: Sprecher 4 In.

00:37:25: Eva Matz Kroatien, in den Niederlanden auftreten und das hat mir unheimlich viel gegeben. Diese dieser Austausch noch mal mit mit ganz anderen Färbungen von Poesie und Spoken Gold und so. Ja, aber jetzt habe ich ganz viele Bühnen gesagt. Ich Na ja, ich möchte noch nicht aufhören.

00:37:41: Renate Strümpel Das ist jetzt. Du hast ja auch noch viel dann aber Oh ja, das ist doch cool, wenn man da noch so die Bühnen hat, wo man gerne mal hin will oder wo man mal drauf war oder sagt Ja, du bist jetzt bald im Theater. Ja, und das ist ja auch ziemlich groß dann.

00:37:54: Annika Blanke Das ist groß, also da sind auch ein paar Plätze zu vergeben. Habe ich wirklich Lust drauf? Ich überlege gerade was, was noch so schöne Momente war, wo du international sagst, ich durfte und da kann ich auch gleich jetzt mal so einen kleinen Tipp mit einfließen lassen. Ich durfte das Vorprogramm machen. Von Andrea Gibson, amerikanische Poetin, durfte ich in Berlin vor Vorband quasi sein.

00:38:13: Annika Blanke Und das ist auch halt. Das war so mein main krasseste Moment, weil ich habe Andrea Gibsons Poesie kennengelernt, da war ich 20 und habe danach wirklich jahrelang, ich hab die auch nur über YouTube gesehen gehabt und habe danach jahrelang einfach wirklich alles verschlungen, was die rausgebracht hat. Und dann auf der Bühne zu stehen, auch mit einem englischen englischsprachigen Text von mir und zu sehen, wie sie hinten im Publikum steht, da war echt, Also wo ist mein Herz in die Hose gesunken?

00:38:42: Annika Blanke Also guckt euch bitte alles von Andrea Gibson an, die ist ganz ganz toll, die Person und wo ich total Lust hätte. Also ich war schon auf dem Wacken, deswegen Wacken. Ich hatte richtig Lust da auf der Bühne.

00:38:54: Sprecher 4 Ja.

00:38:55: Annika Blanke Weil es.

00:38:56: Eva Matz Gibt.

00:38:56: Sprecher 4 Da Gewissensbisse, da gibt es würde diese ja.

00:38:59: Eva Matz Und ich will wenn ich groß bin auch mal.

00:39:01: Sprecher 4 Und.

00:39:02: Renate Strümpel Der ist der ist der ist aber nicht so neben den Toiletten so eine kleine Sensation.

00:39:07: Annika Blanke Der ist schon amtlich, das.

00:39:08: Renate Strümpel Ist meine.

00:39:08: Sprecher 4 Nur das ist schon cool, in der ich war sonst so ganz weit weg. Nein, nein.

00:39:15: Annika Blanke Nein. Ich war zuletzt da, als als das große Unwetter war jetzt. Das war auch ein Erlebnis. Aber wo ich mal richtig Lust hätte, weil mir so viele Leute so viel Gutes von diesem Festival sagen und weil es auch explizit eine Literaturbühne Ich möchte aufs Wattenmeer Blick.

00:39:32: Renate Strümpel Wollte ich gerade sagen.

00:39:33: Sprecher 4 Das soll toll, Wenn.

00:39:34: Annika Blanke Live warten, klicken Menschen ich möchte zu euch.

00:39:37: Renate Strümpel Kann ich nur empfehlen. Es ist wirklich so schön da Und stell dir mal vor, da ist halt einfach ja das Land. Ja so cool Und es gibt so was wie dieses Promenade Zirkuszelt und da sind es die Literatur ja bin. Es ist unheimlich toll, wenn.

00:39:53: Annika Blanke Irgendjemand mir das schon von weitem kennt. Oder wenn Vattenfall Menschen zuhören. Ich möchte zu euch ja. Aber erst mal die eins 14 Tage.

00:40:04: Sprecher 4 Bremen auch schön. Ich denke, das war ganz was Der Glaube an zwei.

00:40:11: Renate Strümpel Schöne daran das ist das da auch für Lesungen ein bisschen früher aufgestanden bin als man sonst auf Festivals manchmal so sich dann vom Zeltplatz am anderen.

00:40:19: Annika Blanke Ende soll sehr sehr schön sein. Ich hatte noch nicht die Chance dahin zu gehen, aber mir sagen alle Leute nur Gutes und das. Das will was heißen. Weil meistens hast du bei Festivals, wenn du zehn Leute fragst, mindestens einen, der irgendwas zu kritisieren hat.

00:40:32: Renate Strümpel Ich glaube, die Künstlerinnen sind auch alle sehr begeistert, weil ich glaube, die Betreuung da ist super nett. Also die.

00:40:40: Annika Blanke Sind auch ein.

00:40:41: Sprecher 4 Punkt, warum ich da hin möchte und gucken aufs Meer. Also wahnsinnig ist.

00:40:45: Renate Strümpel Natürlich.

00:40:46: Sprecher 4 Schön.

00:40:47: Annika Blanke Ja und generell sind wir uns einig, dass ein Auftrittsort an sich ja noch keinen guten Auftritt macht. So, das sind immer die Leute und je offener die sind, desto cooler kann eine Veranstaltung werden. Voll.

00:40:59: Eva Matz Aber es hilft auch, wenn der Auftrittsort ideal und was wir ja auch mitbringen, also es hilft zu verändern, wenn das Publikum sich freut, uns zu sehen und wir uns mögen und so was wie johlen oder klatschen. Keine Ahnung. Also so eine Resonanz gibt. Und genau wenn wir auch Bock haben, eine geile Show zu machen, dann hat das Gute Voraussetzung, ein guter Abend zu werden.

00:41:18: Eva Matz Ja.

00:41:18: Renate Strümpel Da kann man nichts mehr zu sagen. Außer, dass man drüber noch mal zurück denken kann, wie ihr euch vielleicht verändert haben. In den Generations. Zeiten? Keine Ahnung. Zum Beispiel hätte ich jetzt eine. Eine unserer klassischen Fragen ist eine Frage, die sich bestimmt für fünf Slam Thema eignet. Und das wäre zum Beispiel, weil eine langweilige Frage kann ich euch ja wirklich nicht stellen, das kann ich euch nicht antun.

00:41:47: Sprecher 4 Und somit kannst ist es riskieren immer weniger.

00:41:51: Renate Strümpel Aber das fragen wir nicht oft. Aber wenn es gerade passen ist es gerade Ist es so? Was welches Lebensmittel magst du jetzt, was das Kind nicht mochtest? Oliven?

00:42:01: Annika Blanke Spinat?

00:42:02: Renate Strümpel Das ging ja schnell. Beides grün. Naja.

00:42:06: Sprecher 4 Hör ja. Und Bier nur.

00:42:11: Sprecher 4 Aus Gründen soll.

00:42:13: Eva Matz Nein, Meine Eltern sind sehr nett.

00:42:18: Renate Strümpel Und wie alt wärt ihr gern? So wie jetzt, oder was denkt ihr so über dieses ganze Thema.

00:42:24: Eva Matz Dass mir egal wie alt ich bin?

00:42:28: Sprecher 4 Ja.

00:42:29: Annika Blanke Ich bin ja jetzt vor gar nicht allzu langer Zeit 41 geworden. Und ich habe gemerkt, dass mit über 40 sich eine gewisse Gelassenheit bei bestimmten Dingen einstellen, weil bestimmte Dinge einfach nicht mehr passieren können oder werden. Und man das kann auch eine Entspannung sein. Und ich für mich, also ich habe sehe mich immer irgendwie relativ alterslos, also dass das Konzept Alter ist mir irgendwie nicht so geläufig.

00:42:56: Annika Blanke Was auch cool sein kann.

00:42:58: Sprecher 4 So.

00:42:59: Annika Blanke Ich bin gern so alt, wie ich jetzt bin.

00:43:01: Renate Strümpel Kennt ihr das, dass sie das vergessen, wie alt ihr seid? Ich habe auch immer schon Phasen, dass ich das wirklich selber vergesse.

00:43:07: Sprecher 4 Total.

00:43:08: Eva Matz Ja, und es ist mir egal. Ist vielleicht eine flapsige Antwort gewesen.

00:43:12: Renate Strümpel Das okay.

00:43:13: Eva Matz Aber ich glaube, ich sehe das ähnlich wie du. Annika Klar merkt man irgendwann körperlichem Verschleiß. Also die Knie tun mir weh oder so, aber im Endeffekt ist mir ist mir das relativ wumpe.

00:43:27: Annika Blanke Das halt eine Zahl und es kommt darauf an, was du daraus machst und ja.

00:43:31: Eva Matz Aber ja, ich vergesse mein Alter auch öfter.

00:43:33: Renate Strümpel Auf jeden Fall ist man nicht zu alt für Poetry Slam.

00:43:36: Sprecher 4 Nein, niemals.

00:43:38: Eva Matz Wie alt war Marlene? Fast 90, oder.

00:43:41: Annika Blanke Marlene.

00:43:42: Eva Matz 89?

00:43:43: Annika Blanke Auf jeden Fall über 80.

00:43:45: Eva Matz Ja, das war die älteste Poetry Slamerin in Deutschland. Nehmen es die zu alt?

00:43:50: Annika Blanke Ich glaube, man ist dann zu alt, wenn man aufhört, sich Gedanken um um seine Umgebung zu machen.

00:43:58: Renate Strümpel Also das verstehe ich nicht.

00:43:59: Annika Blanke Nee, musst du auch nicht. Ich versuche es mir selber gerade aus zu erläutern, aber ich glaube es. Es kommt ja ein bisschen drauf an, man sagt ja, geh auf eine Bühne, wenn du was zu erzählen hast und und ich glaube, dass Slam Poetry immer auch damit zu tun hat, sich irgendwie Gedanken zu machen und zu teilen. Und ich glaube, es gibt Menschen, die hören mit 20 auf, sich irgendwie Gedanken, außer um sich selbst zu machen.

00:44:26: Annika Blanke Und ich glaube dann, dann hast du natürlich eine Bühne voller Ego Texte Aber.

00:44:30: Sprecher 4 Gibt es auch.

00:44:31: Annika Blanke Ja, gibt es auch, aber es wird relativ schnell doch sehr einseitig. Also.

00:44:36: Eva Matz Ja, volle Lotte.

00:44:37: Annika Blanke Aber ich würde es uns Bei einer doppeln Vorrunde fällt das.

00:44:40: Sprecher 4 Prinzip also und Technik.

00:44:42: Eva Matz Geht auch um mich.

00:44:44: Sprecher 4 Keiner aber ich mich damit am besten auskennen.

00:44:47: Eva Matz Aber es gibt ja noch andere Gründe, um auf eine Bühne zu gehen. Also entweder weil ich die Aufmerksamkeit magister oder weil ich unterhalten möchte oder weil ich amüsieren möchte. Oder? Genau.

00:44:58: Annika Blanke Ja, aber ich glaube, wenn du nur die. Das ist dann aber auch schon wieder die, die die alte Frau erzählt. Tja, die Frau, die gerade noch gesagt hat Alters. Nein.

00:45:08: Sprecher 4 Ja, ja, ja, aber kommen wir erst mal meine eigenen.

00:45:11: Renate Strümpel Fans und ich bin mir sicherlich nicht.

00:45:15: Annika Blanke In dem eins Nein, aber ich glaube, wenn es lediglich eine Motivation gibt, dann. Das sind in meiner Wahrnehmung nicht diejenigen, die jahrelang auf einer Bühne stehen, weil sich das irgendwo relativ zügig abnutzt.

00:45:30: Eva Matz Du meinst, es muss verschiedene Motivationen Ja.

00:45:32: Sprecher 4 Ja oder.

00:45:34: Annika Blanke Zuzuteilen? Entdeckergeist irgendwie Lust auf was Neues?

00:45:39: Sprecher 4 Meinst du.

00:45:39: Renate Strümpel So?

00:45:39: Annika Blanke Lebensphasen ja, das vielleicht noch nicht mal, aber wenn der einzige Antrieb ist, bitte guckt mich alle an! Ich glaube, dass das nutzt sich relativ schnell ab. Also ich. Vielleicht liege ich auch falsch. Ich weiß es nicht.

00:45:52: Eva Matz Ich glaube, es gibt verschiedene Gründe und zwar jetzt nur noch. Ich habe vorhin gesagt, dass ich schreibe, weil ich wütend bin oder Unverständnis haben und. Aber was ich auch schön finde, es über die Jahre, mich immer wohler zu fühlen auf dieser Bühne und zu merken, dass ich gelassener mit Dingen umgehen kann und das also genau, ja, vielleicht irgendwo vermissen gesagt, dass ich besser werde oder professioneller werde auf dieser Bühne, das macht mir auch Spaß.

00:46:19: Eva Matz Also das sind ja und da geht es dann nicht ums Gewinnen, sondern wirklich nur, dass ich merke, okay, das hat sich heute richtig geil angefühlt.

00:46:26: Annika Blanke Man, man, das Kind war so blöd, man ruht ein bisschen in sich. Also es gibt so Momente, wo du für dich einfach feststellst, ich kann auch mal auf der Bühne irgendwie durchatmen so und und ich verliere aber keine Spannung irgendwie, sondern ich. Ich fühle mich gerade im Hier und Jetzt wohl auf dieser Bühne und habe das Gefühl, da sind wir beim Energiethema, dass das bleibt so aufrechterhalten.

00:46:52: Annika Blanke Und das sind schöne Momente, Wenn du, wenn du dir das herausnehmen kannst, auch mal kurz, weil sie nicht so ruhig zu sein. Wie auch immer.

00:47:02: Sprecher 4 Ja.

00:47:02: Annika Blanke Das ist schon cool, weil ich war ganz am Anfang so nervös. Du hättest mich fragen können, oder jemand hätte mir. Du hättest mir alles erzählen können, was sie auf der Bühne gemacht habe. Ich hätte. Habe keine Erinnerung daran gehabt, weil ich so nervös war.

00:47:14: Sprecher 4 Okay.

00:47:15: Annika Blanke Also da hättest du mir sagen können, nur aus Versehen. Einen Abschnitt zweimal gelesen. Ich würde das so glauben, weil ich mich nicht mehr daran erinnert habe. Und mit der Nervosität umzugehen, mit der Zeit. Und es gibt ja immer Momente, wo du denkst, Warum machst du das eigentlich jetzt wieder so nervös? Den Stress kannst du ja auch sparen, aber dafür macht es zu viel Spaß und man ist zu facettenreich zum Ausprobieren.

00:47:38: Annika Blanke Man findet ja immer noch irgendwas Neues nach über den Jahren.

00:47:41: Sprecher 4 Ja.

00:47:42: Renate Strümpel Ja, vielleicht macht das auch ein bisschen Mut an die Person, die eigentlich innerlich sehr nervös sind. Das eigentlich machen wollen, aber sich doch nicht trauen.

00:47:51: Sprecher 4 Na ja.

00:47:52: Renate Strümpel Also ich weiß von einer Flinte, die ja, dass die zum Beispiel immer viel so mit Auschwitz gearbeitet, das oder das dürft ihr ja nicht so ganz. Aber dass man dadurch dann sich so ein bisschen löst von den Personen und das dann sich eher traut.

00:48:10: Annika Blanke Du spielst eine Rolle in gewisser Weise, und das.

00:48:12: Eva Matz Tust du ja ohne Kostüm auch. Also ich bin ja auf der Bühne Bühnen Eva und im Privaten bin ich privat Eva Das ist die gleiche Person, aber das sind andere Facetten von mir. Also es geht dir wahrscheinlich auch so, dass man ja immer ein Stück weit, also anders ist als ich. Würde jetzt nicht wie ich auf der Bühne rede.

00:48:31: Sprecher 4 Na ja. Ja, ja, genau.

00:48:34: Annika Blanke Bühnen. Annika zum Beispiel ist, wenn ich jetzt mein Solo spiel, auch ein bisschen. Ich trau mich mehr manchmal. Und ich komm auch mit mehr durch. Also augenzwinkernd auch mit einem Publikum zu interagieren, wo du manchmal ein bisschen drüber.

00:48:47: Sprecher 4 Bist.

00:48:48: Annika Blanke Aber mit einem Augenzwinkern, also den Bühnen. Ich würde auch mehr verziehen, wenn du mal satirisch schwarzhumorig unterwegs bist. Und damit zu spielen macht ja auch Spaß.

00:48:58: Renate Strümpel Läuft ja auch länger warm dann, wenn du da nur nicht sechs Minuten.

00:49:02: Annika Blanke Weil mir das ist klar, das ist klar. Genau das.

00:49:04: Renate Strümpel 60 hast oder.

00:49:05: Sprecher 4 90.

00:49:07: Annika Blanke Ja und dann Facetten zeigen und ja und auch mal für sich was was ausleben was was sonst im Alltag schwierig umzusetzen ist. Wenn du so richtig Lust auf auf Satire hast, kann es ja nicht irgendwie dich beim beim Bäcker, beim Brötchenkauf erproben. Da gibt's höchstens noch eine rein.

00:49:27: Sprecher 4 Aber vielleicht.

00:49:29: Eva Matz Ja, eigentlich stimmt das, aber ich habe keine. Ich habe eine Zeit lang gerne gelogen. Also ich lüge auch immer noch ganz gerne, aber, ähm, oder doch nicht? Halt nicht, wenn es dramatisch wäre.

00:49:40: Sprecher 4 Natürlich. Das ist. Aber wenn ich gegenhalten sollte, gegenteils, dann nicht.

00:49:45: Eva Matz Nein, Doch es ist immer Gegenteil Da. Ähm. Und zum Beispiel bin ich eigentlich Bremer Kneipen manchmal gezogen und habe mit Freundinnen zusammen behauptet, wenn finnische Band oder irgendwie so was. Und das waren durchaus Orte, wo uns Leute kennen können. Aber es hat so viel Spaß gemacht. Ja, das stimmt. Aber eigentlich stimme ich dir zu bei dem Wecker. Punkt.

00:50:08: Eva Matz Dass du da jetzt nicht dein Solo probst, aber ich spiele auch so manchmal gerne Rolle. Ist mir nur gerade wieder eingefallen. Na ja, vielleicht weil es auch wenn ich das jetzt noch mit eingeworfen habe.

00:50:20: Annika Blanke Ja, aber auch das lernt man ja Ganz am Anfang habe ich mich mit meinen Texten dahin gestellt, habe nicht anmoderiert und habe nur gesagt, ich habe hier was zu sagen und das sage ich jetzt und habe das auch mit so einer jugendlichen Vehemenz gemacht. Und wir wollen die Welt retten, auch ganz alleine gerne. Und habe, wenn ich dann 7/10 gezeigt bekommen, mich sehr unverstanden gefühlt.

00:50:38: Sprecher 4 So fing es bei mir halt.

00:50:39: Annika Blanke Irgendwie so ein bisschen an, weil ich gedacht hab, das auch ein bisschen gleich gedacht, mindestens acht. So und. Und dann habe ich aber gemerkt, dass du dadurch ja total viel verschenkst in der Publikumsinteraktion. Die müssen ja erst mal checken, wer bist du denn da überhaupt und kommen in sechs Minuten. Musst du ja irgendwie im besten Falle Leute dazu bringen, dass die sich erst mal gerne auf dich einlassen möchten und dann kannst du sie immer noch gerne verwirren, wenn du Lust zu hast oder an Lügen.

00:51:05: Sprecher 4 Oder etwa so?

00:51:07: Annika Blanke Und daran besteht ja auch der Reiz. Eine gewisse Art von Text braucht ja auch vielleicht eine gewisse Grundarroganz. Oder davon von der.

00:51:17: Sprecher 4 Ja, das ist es.

00:51:18: Annika Blanke Ist ja nun mal so, wenn du Wenn nun satirischen Text.

00:51:21: Renate Strümpel Die Deutschlehrerin.

00:51:23: Annika Blanke Und Du möchtest nicht gemocht werden, dann wäre es jetzt komisch.

00:51:26: Sprecher 4 Wenn du sehr like Bilder.

00:51:27: Annika Blanke Auftrittst. Ist ja Thema.

00:51:28: Eva Matz Verfehlt. Aber ich jetzt möchte ich mein arrogant. Also es kann auch sein, dass ich eure ganze Text hab, aber jetzt möchte ich mal bewussten arroganten Text schreiben, weil ich doktor.

00:51:36: Annika Blanke Ja ich habe meinem.

00:51:37: Sprecher 4 Programm geil okay, dann können wir.

00:51:41: Renate Strümpel Also mal wann könnten wir uns sie noch mal.

00:51:42: Sprecher 4 Ein einfach glaube Valentinstag für Euro sein?

00:51:47: Renate Strümpel Warte mal, ich habe Gibt es da noch Karten? Ich glaube.

00:51:49: Sprecher 4 Ich glaube auch.

00:51:50: Annika Blanke Für Pärchen. Ja.

00:51:51: Eva Matz Was? Man kann auch ein Feld ist mies. Also, äh, früher habe ich mich ganz oft entschuldigt. Ja, der Bühne also sowieso mehr entschuldigt, auch im privaten Leben. Aber auch dafür, dass mein Text zu ernst ist.

00:52:05: Annika Blanke Dafür ist jetzt die Stimmung.

00:52:07: Eva Matz Ich jetzt aber lese, dafür also für alles Mögliche entschuldigt und das mache ich weniger. Das hat sich, das machen immer noch auch viele Menschen und gerade weiblich gelesene Menschen oder weiblich sozialisierte Menschen. Ähm, das versuche ich aber auch ein bisschen weiterzutragen. Brauche ich nicht zu entschuldigen. Das ist halt ein vielseitiges Format. Es ist gut, dass es da unterschiedliche Texte gibt und die ist doch, was du willst.

00:52:29: Renate Strümpel Ja, ich habe ehrlich gesagt auch noch nie erlebt, wenn das jemand auf der Bühne macht, ob das jetzt Poetry Slam ist oder Folkmusik oder Heavy Metal oder keine Ahnung, Tanzperformance, dass das in mir irgendwie was Gutes auslöst, wenn das jemand sagt. Weil es ist.

00:52:46: Sprecher 4 Irgendwie so.

00:52:48: Renate Strümpel Eigentlich ist es eher so lästig oder nervig ist mehr man jetzt mal wirklich mal überlegt, dass man mal in die andere Position geht, dass man das hört, das steht wieder jemand kennt ja auch diese Schülerinnen, Mitschülerinnen und so oder Mitschülerinnen. Ja, ich habe gar nicht gelernt, es ganz schlimm und dann ist es nachher eigentlich.

00:53:06: Eva Matz Doch in.

00:53:07: Renate Strümpel Wirklichkeit ist es aber toll. Das heißt, es ist irgendwie immer so unnötig. Fällt mir grad auf, dass man sich das eigentlich auch noch mal sagen muss, dass man selber in verschiedenen Situationen einfach lassen sollte.

00:53:21: Eva Matz Total einfach, weil es nervt. Und auch du trägst doch keine Schuld von was? Entschuldigt du dich denn da?

00:53:26: Sprecher 4 Es ist ja.

00:53:27: Renate Strümpel Bullshit. Es wird halt nicht besser oder? Oder schlechter. Du wirst nicht dadurch jetzt auf der Tränendrüse vielleicht noch eine Punkt mehr kriegen.

00:53:35: Eva Matz Es bringt niemandem was.

00:53:36: Renate Strümpel Warum sind eigentlich zehn Punkte? Das muss ich noch mal wissen, weil ich dachte so an Frankreich hat 20 Punkte als Notensystem. Nein, weiß ich gar nicht.

00:53:41: Annika Blanke Also im Notfall sechs Schulnoten. Ich weiß nicht, ob im Notfall, wenn du deine Wertungskarten vergessen hast, als Organisator kannst du die Leute mal mit ihren Händen abstimmen. Oh ja, mit ihren Fingern.

00:53:51: Eva Matz Hast du da schon mal drüber nachgedacht, oder woher wusste.

00:53:53: Annika Blanke Sie haben das mal gemacht?

00:53:54: Sprecher 4 Das haben wir da ja schon. Es wirkt so, dass Kindergarten so dekretierte Also super.

00:54:00: Annika Blanke Das Ganze, weil dann wird immer so.

00:54:02: Sprecher 4 Ja bis sie ja ja.

00:54:05: Annika Blanke Nein Sie doch aber wenn.

00:54:06: Eva Matz Man eine fünf gibt nur mit.

00:54:08: Sprecher 4 Ja ja.

00:54:10: Annika Blanke Und auch nicht in einem.

00:54:11: Sprecher 4 Gewissen Winkel. Ja hm.

00:54:14: Annika Blanke Gibt's meistens nicht. Meistens gibt es sechs aufwärts.

00:54:18: Eva Matz Ja, ja, das ist ja gut. Kann keine Ahnung. Habe ich noch nie hinterfragt. Warum zehn Es gibt ja manchmal auch Komma Wertung. Es gibt manchmal auch nur sechs Punkte. Es gibt manchmal auch nur Applausabstimmungen. Aber das gängigste sind zehn.

00:54:34: Annika Blanke Und psychologisch gesehen ist das cleverste. Wenn du wirklich eine Entscheidung erzwingen möchtest, lässt du im Notensystem die sieben weg, weil dann müssen sich entscheiden zwischen sechs und acht ist schon ordentlicher Unterschied.

00:54:45: Eva Matz Je nachdem, was du den Leuten vorher erzählst.

00:54:47: Annika Blanke Na ja, wenn du.

00:54:47: Sprecher 4 Die bedeutet ja nur hast.

00:54:51: Eva Matz Ich habe mal eine einzelne zehn für den gleichen Text. Du an einem Abend bei dir in der Volkshochschule in Oh, ich weiß nicht mehr. Das war irgendwie VHS Cloppenburg.

00:55:00: Annika Blanke Das kann sein.

00:55:01: Eva Matz Ja, der Finnisch Grundform Text der ist. Der soll ja auch gar nicht gefallen, der ist voll blutig.

00:55:06: Annika Blanke Einmal auch nicht gefallen.

00:55:07: Sprecher 4 Ja.

00:55:08: Eva Matz So richtig doll nicht gefallen. Und der eins ist so ein Text, der nie hätte geschrieben werden sollen. Und da stimme ich zu, finde ich eigentlich, ich wollte den gar nicht geschrieben haben, aber ich fand den, der muss und.

00:55:17: Annika Blanke Trotzdem was so weiter.

00:55:18: Sprecher 4 Machen.

00:55:19: Annika Blanke Und das lernt man auch. Man kriegt manchmal für ein und denselben Text an unterschiedlichsten Orten die unterschiedlichsten Punkte.

00:55:26: Eva Matz Manchmal auch am gleichen Ort, noch am gleichen.

00:55:28: Sprecher 4 Ort.

00:55:29: Annika Blanke Und zwar so gerade bewiesen. Handbüchern. Und auch das relativiert ja immer alles wieder. Also wer da sitzt, wer Wertungskarten hat, wer vor dir dran ist, wer nach dir dran ist. Das sind alles Dinge, das beeinflusst eine Dramaturgie des Abends und du bist ein Teil dieser Dramaturgie.

00:55:47: Sprecher 4 Hm.

00:55:48: Eva Matz Auf der Demo in Ulm war ich nach der FDP dran. Das war eine ganz einfache. Ich war voll nervös, aber trotzdem war es nicht schwer zu gefallen nach der FDP an dem Tag in dem Setting.

00:56:00: Renate Strümpel Also hört mehr Poetry Slammer innen zu. Sehr gern. Habt ihr noch ein paar Kollegen aus dem Umland hier nennen? Wollt die wir jetzt noch raus, die wir jetzt noch in den Äther rein sprechen? Der digitales und nicht.

00:56:14: Eva Matz Sie mir und plus Janina Mauer Langstrumpf. Sven Ludewig.

00:56:20: Annika Blanke Mir kommen.

00:56:21: Sprecher 4 Sehr ja.

00:56:22: Annika Blanke Als große Inspiration, aber weilt leider nicht mehr unter uns. Rita Appel Ja, die wirklich auch unter Meister Proper im Lagerhaus. Die Poetry Slam Szene in Bremen ordentlich mitgeprägt hat.

00:56:32: Eva Matz Dann sollten wir die großen drei alle nennen.

00:56:34: Sprecher 4 Ja.

00:56:35: Eva Matz Es gab in den letzten Jahren einfach. Leider sind aus der Bremischen Niedersachsen sächsischen Szene drei sehr wichtige, sehr tolle Menschen verstorben. Und das war auch eben Marlene.

00:56:46: Annika Blanke Marion Genau und vorwiegend in Moll. Marco zu.

00:56:50: Sprecher 4 Der die.

00:56:52: Annika Blanke Wirklich die Szene krass mitgeprägt haben in also und auch einfach für eine bunte Szene gesorgt haben und die wir ganz doll vermissen, deren Texte wir in Ehren halten.

00:57:02: Sprecher 4 Ja.

00:57:03: Eva Matz Die auch weiterhin bleiben. Ja.

00:57:04: Renate Strümpel Ja, darauf kann ich nichts mehr sagen.

00:57:06: Eva Matz Werdet keine Faschos.

00:57:09: Sprecher 4 Sein. Ein guter Ratschlag.

00:57:11: Renate Strümpel Immer ein guter Ratschlag. Und ja, komm zum Poetry Slam.

00:57:16: Annika Blanke Wir bitten darum. Sehr gerne.

00:57:17: Eva Matz Oh, einen Tag vor Annika Solo Lesung ist auch der Slam Bremen am 13. 02. im Lagerhaus.

00:57:23: Annika Blanke Da macht doch beides doch.

00:57:25: Sprecher 4 Ja, ja.

00:57:26: Renate Strümpel Da kommt unser Podcast doch auch raus. Super, Es passt doch.

00:57:29: Sprecher 4 Schau mal!

00:57:30: Renate Strümpel Ja, ja, es.

00:57:31: Annika Blanke Geht heute Abend zu.

00:57:32: Sprecher 4 Plätze. Geht morgen in die Shakespeare Kampf gegen diesen Berg. Ja.

00:57:38: Renate Strümpel Und hört bitte alle.

00:57:39: Sprecher 4 Genau.

00:57:40: Renate Strümpel Um die uhrzeit morgens, wenn der Podcast drauf hört, den Podcast, damit ihr das auch nicht verwechselt.

00:57:45: Sprecher 4 Mit dem heute und.

00:57:47: Annika Blanke Nachher. Vor allem der.

00:57:48: Sprecher 4 Veranstaltungsort, den wundert.

00:57:50: Annika Blanke Euch das nicht offen ist oder dass Menschen ganz andere Dinge tun, als Texte vorzulesen.

00:57:54: Renate Strümpel Das Lagerhaus könnte noch klappen, wenn es mal an einem Donnerstag ist, weil wir auch immer den Auftakt veröffentlichen.

00:57:59: Eva Matz Also immer am zweiten Donnerstag im Monat kommt die ins Lagerhaus bitte und Annika Blanca am 14. zweite und auch sonst immer auf egal welcher Bühne sie steht.

00:58:07: Sprecher 4 Er voran.

00:58:08: Renate Strümpel Und Eva Hermanns genauso.

00:58:09: Eva Matz Ja, zu mir könnt ihr auch gerne kommen.

00:58:10: Sprecher 4 Ja.

00:58:11: Renate Strümpel Ja, im Lagerhaus und sonst noch wo mit Sicherheit.

00:58:15: Eva Matz Aber ich habe das immer nicht so präsent. Also es gibt noch ein paar Sachen diesen Monat. 20 Staats weiter machen wir Cem in der Zollkantine vom Schlemmerfilet organisiert. Genauso politische Texte. Ist es. Elias Kneipe ist dabei. Kinder Lina und.

00:58:35: Sprecher 4 Luc.

00:58:36: Eva Matz Mones aus Hamburg und noch eine fünfte Person, die ich noch nicht kenne. Und das wird auch geil.

00:58:44: Sprecher 4 Gut, glaube ich.

00:58:46: Renate Strümpel Bestimmt ist notiert, sagen wir schon gerne und ich habe schon mal ein bisschen mitgeschrieben. Dann würde ich diese ganzen Verlinkungen artig reintun, wie sie das sein sollen. Okay.

00:58:57: Sprecher 4 Ich glaube.

00:58:58: Renate Strümpel Ihr seid total wichtig dafür, dass viel mehr Leute noch anfangen mit Poetry Slam.

00:59:06: Annika Blanke Würde uns freuen, wenn es Menschen gibt, die sagen, weil wir die beiden Menschen im Radio gehört haben. Im Podcast.

00:59:14: Sprecher 4 Radio und Radio Empfangsgerät. Ja, ja, es tut mir leid.

00:59:18: Annika Blanke Es hatten wir irgendwie Lust, uns das mal anzugucken. Wenn das der Fall ist, ist ja schon die halbe Miete.

00:59:24: Eva Matz Und für junge Menschen vielleicht noch dieser U 20. In Bremen Heißt spruchreif gibt's auch auf Social Media. Meldet euch da! Genau, Wir antworten auf Nachrichten. Wer mir jetzt gerade keine aktuellen Workshops, aber es wird wieder was kommen und es werden auch wieder Slams.

00:59:38: Sprecher 4 Kommen.

00:59:39: Renate Strümpel Und der Film Slam.

00:59:40: Annika Blanke Im Slam ist arm, ich glaube 26..

00:59:46: Sprecher 4 Februar.

00:59:46: Annika Blanke Wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Es ist auf jeden Fall einen Donnerstag in Wilhelmshaven findet der statt im Pumpwerk, Das wird sehr fein. Ist es sehr schön. Oh, warst schon mal da an der Schaubühne?

00:59:57: Renate Strümpel Ja, das ist.

00:59:57: Annika Blanke Richtig, richtig toll da. Und das Line up ist ein ein inneres Blumen pflücken. Das ist wirklich sehr schön.

01:00:02: Sprecher 4 Ja.

01:00:03: Renate Strümpel Ist auch notiert.

01:00:04: Sprecher 4 Toll. Danke.

01:00:05: Renate Strümpel Vielleicht schon mal einen nach Bremen wiederholen.

01:00:08: Eva Matz Ein Fan Slam.

01:00:09: Renate Strümpel Der.

01:00:09: Eva Matz Schlachthof macht, hat letztes Jahr glaube ich. Macht auf jeden Fall immer wieder gute Sachen.

01:00:15: Sprecher 4 Ja, genau.

01:00:17: Renate Strümpel Wahrscheinlich auch in diesem Film vom Artclub in dieser Reihe oder so.

01:00:23: Sprecher 4 Ja, hier weiß.

01:00:25: Renate Strümpel Auf jeden Fall beobachten wir das. Wir haben es auf dem Zettel und wir haben auch einen eigenen Veranstaltungskalender, wo wir das dann auch mit reintragen.

01:00:33: Sprecher 4 Schön cool. Okay.

01:00:36: Annika Blanke Dann sagen wir Vielen Dank.

01:00:38: Eva Matz Danke euch. Ja, danke, danke, danke, danke.

01:00:42: Sprecher 4 Es Okay. Tschüss.

01:00:45: Renate Strümpel Das war von Mumble Seth, der feministische Generation Podcast der Frauenseiten Bremen von Wo ist ein Podcast vom Verein Frauen lernen gemeinsam und den Frauenseiten Konzept und Redaktion Frauen seiten Bremen. Mit besonderem Dank an das ganze Team Musik Imke Bolz Artwork Lisa Mit besonderem Dank an Pia Brand Social Media Die Frauenseiten Social Media Unit Schnitt Laura Stachel Mastering Jana Fischer Produktion Renate Strümpfe.

01:01:09: Renate Strümpel Ich habe Fragen, Vorschläge oder wollt euch einbringen. Schreibt eine Mail an Frauen seid nett Bremen Punkte oder nutzt das Kontaktformular in den schon uns bis dann.

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